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Die drei kleinen Küken bleiben noch verborgen und sicher vor den Gästen in ihrer Brutnest, doch erste Fotos deuten darauf hin, dass es ihnen dort gut ergeht.

Erst im frühen April sind die Küken nach einer sechs Wochen dauernden Brutzeit aus ihren Eiern geschlüpft. Dieser neue Lebensanfang stellt den ersten Nachwuchs unter den Humboldtpinguinpaaren hier in zweijähriger Spanne dar.

Zunächst übernehmen Eltern die Pflegearbeit.

In den kommenden Wochen werden Sie zuerst von Ihren Eltern Gustel und Lemmy, Apollonia und Roscoe sowie Frieda und ihrem Partner aufgezogen und mit vorgekauftem Fisch gefüttert. Jede Partnerschaft hat einen Eisprung ausgesessen.

Küken werden generell so lange wie möglich bei den Eltern gelassen. „Sobald sie beginnen, auf Erkundungstour zu gehen, kommen sie vorübergehend in die Quarantäne, wo sie von den Aquaristen an die Fütterung von Menschenhand gewöhnt werden“, erklärt Tierpflegerin Anne May.

Im Sommer werden die Gäste auch das junge Gevärte bewundern dürfen.

Falls alles nach Plan verläuft, sollten die Küken wahrscheinlich im Sommer erstmals von den Besuchern des Museums an der Pinguinhabitation bewundert werden. Was ihre Geschlechtszugehörigkeit angeht, muss man leider noch ein wenig warten. Diese Information lässt sich nur durch eine DNS-Analyse eines Feders am Tier erhalten. Visuell lassen sie sich demnach nicht unterscheiden.

Dann erhalten sie auch ihre Namen. Diese kennen sie sogar von sich aus. Forscher haben in Stralsund bewiesen, dass die Pinguine ihre Namen kennen und auf Rufe hin reagieren.

Regelmäßiger Nachwuchs im Ozeaneum

Im Stralsunders Ozeaneum findet man gelegentlich Jungpinguine. Das letzte Mal war dies im Sommer 2023; zuvor wurden Welpen 2017 und 2018 geboren. Diese Stralsunder Pinguine können ein Leben von bis zu zwanzig Jahren überleben und währenddessen viele Erlebnisse sammeln. Zum Beispiel hat die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Schutzherrin für einen der Weibchen, und sogar das dänische Thronfolgepaar hatte diesen Ort auf seiner Liste.

Darüber hinaus müssen die Stralsunder Pinguine im Ozeaneum aktiv mithelfen, insbesondere bei den Forschungsarbeiten. Als Anerkennung ihrer Bemühungen erhalten sie sogar eine Belohnung, ohne dass es zu Zwängen kommt. In den letzten Jahren lag ein Schwerpunkt dieser Untersuchungen auf dem Hörfähigkeit der Vögel. Obwohl diese Tiere keine äußeren Ohren besitzen, sind sie doch fähig, Geräusche wahrzunehmen.

Bis die jungen Pinguinbabys ihr ganzes Revier auf der Dachterrasse des Ozeaneums entdecken können, ist eine Anmeldung dennoch empfehlenswert. Die erwachsenen Tiere werden jeden Tag um 14 Uhr gefüttert – vorzugsweise mit Sprotten – und die Besucher dürfen dabei zusehen.

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